Die Winterstaffel 2021

Von  |  31. Oktober 2021 |  Aktuell,  Übersicht

Die Filme der SchleFaZ-Winterstaffel stehen fest! Das Duo Oliver Kalkofe und Peter Rütten: “Wir versprechen: Das wird ein krachender Scheißfilm-Winter! Haifilm inklusive!”

Roboshark

Freitag, 19. November

Bumsblöd-bionische Fisch-Bowle!

Die gleichzeitige „Robotisierung“ und Vermenschlichung eines Hais (absolut schlimme Effekte, also für einen SyFy-Film völlig normal) machen inhaltlich überhaupt null Sinn, sorgen aber dafür, dass wir eine nette Geschichte mit einem Abwasser-Ingenieur, einer Reporterin und ihrer Tochter, denen der Hai quasi ans Herz wächst, erzählt bekommen können – auch wenn der Hai am Ende abserviert wird wie jedes andere dahergelaufene Trash-Monster.

Stilistisch ein ehrenwerter Versuch aus Satire und Hommage mit überdurchschnittlichem, wenn auch genretypisch zu überzogenem Schauspiel.

Sadomona – Insel der teuflischen Frauen

Freitag, 26. November

Blaxploitation-Buster, für weißes Publikum exploiteted

Dieses Oeuvre heißt im Original (siehe Plakat) „Policewomen”, was völlig bekloppt ist, da, wie IMDB feststellt, keine tatsächliche Polizistin im Film vorkommt. IMDB präzisiert, dass zwar beide Protagonistinnen in der Strafverfolgung tätig sind, die eine allerdings beim FBI auf Bundesebene und die andere als Gefängniswärterin lediglich im Vollzug.

Nicht viel sinnvoller ist der deutsche Titel: Soll „Sadomona“ jetzt die Insel oder die Hauptfigur bezeichnen? Also „Mona“? Die eigentlich Lacie heißt und sooo sadistisch nicht ist, bläst sie doch den Männern nur ordentlich den Marsch (und nur bei einem, ***Minor Spoiler***, auch im übertragenen Sinn).

Letztlich lebt der Streifen, laut wortvogel.de, von seiner Hauptdarstellerin Sondra Currie, der Schwester von Cherie Currie von den „Runaways“.

Der Krieger und die Hexe

Freitag, 3. Dezember

Yojimbo als Vollidioten-Limbo!

Haarsträubende Logikfehler und Anschlussmängel – es gibt Filme, die rutschen ganz schnell ins absolut idiotisch-widersinnige. Dieser Film ist einer von Ihnen.

So ist unser Carradine-Schlefaz bestimmt nicht die bekannteste Paraphrase von Kurosawas „Leibwächter“, sicher aber die bekloppteste: Trotz Zauberin und Zauberschwert kommt keinerlei Magie vor und David Carradine mutmaßte, die weibliche Hauptfigur restlos brustfrei auftreten zu lassen, sei Kassengift gewesen für einen Film, der sich in erster Linie an Kinder richtete – worüber man sich angesichts der reichlichen Gewaltdarstellung auch streiten kann.

Übrigens hat Kurosawa Sergio Leone wegen des Italo-Remakes seines „Leibwächters“ Sergio Leone und sein „Für eine Handvoll Dollar“ erfolgreich verklagt, für „The Warrior and the Sorceress“ bemühte er die Gerichte nicht. Vielleicht, weil ihm der Film für eine lukrative Klage zu läppisch erschien.

Ach, jodel mir noch einen

Freitag, 10. Dezember

Schnuckelige Sci-Fi-Häschen und bayerische Dummbatzen!

Gottlob wird hier gar nicht gejodelt (nicht mal beim Sex). Nein, vielmehr werden Venus-Aliens zur Erde geschickt, um Reibstoff zu gewinnen, aber leider befinden sich die Spermium-Absaugpumpen ganz oben im Raumschiff und es gelingt nur der Chefin „666“, den Maschinen ein paar bumsblöde Bajuwaren zuzuführen. Der Rest der Crew, strunzdoof und seeehr zutraulich entdeckt die körperliche Liebe, wird dadurch in Menschen verwandelt und … Ach, egal!

„Stoßtrupp Venus“ ist ein in die Spätphase der deutschen Sexfilmwelle einzuordnendes Werk, das versucht, das Genre mit mehr oder weniger sinnigen Anleihen bei anderen Genres am Leben zu halten.

Wahrscheinlich der Dirndlfilm mit den meisten allegorischen Witzen zum Thema. Beispiel: „Können Sie französisch?“ – „Ja aber nur mündlich, sprechen kaum!“

Über die Besucherzahlen des Films ist nichts bekannt.