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Battlefield Earth – Kampf um die Erde

STAFFEL 1  |  06.09.2013

Ob Mundtrockenheit, Hitzegefühle, Sehstörungen, Heulkrämpfe, Ekstase-Wallungen oder heftige halluzinogene Impressionen – die Liste eventueller, lustiger Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel zu Battlefield Earth – Kampf um die Erde ist lang. Länger ist eigentlich nur noch die Liste der goldenen Himbeeren und der vernichtenden Kritiken, die das Opus seinerzeit einheimste.

Die Buchvorlage zu Battlefield Earth hat übrigens L. Ron Hubbard, das pfiffige, ideologische Lügenmännchen der Scientology-Aberglaubens-Gemeinschaft, geschrieben. Der ja, vor seiner Zeit als Religionsstifter, schließlich schon Hochgeschwindigkeitsautor für literarisch ambitionierte Heftromane war. Titel wie: Menschenjäger der Luft oder Karneval des Todes, dürfen auch heute noch in jedem Bücherregal fehlen. Der L. Ron Hubbard, der wegen Bigamie angeklagt war, wegen Betrugs zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, der Scientology vornehmlich als Steuersparmodell gegründet hatte und dessen Entlassungs-Akte als Soldat bei der US Navy, die kleine Anmerkung: „Verdacht auf Geistesgestörtheit“, enthielt. Der L. Ron Hubbard, der in den 1940er Jahren als Hobby-Okkultist zusammen mit einem Schüler Aleister Crowleys, versucht hatte, durch sexuelle Zeremonien, eine Frau dazu zu bewegen, die Mutter von Babalon, dem Bösen an sich, zu werden und durch dunkle Zauberei ein Moonchild, ein magisch optimiertes Kind, zu erzeugen (Äh, haben wir diesen Satz jetzt gerade wirklich geschrieben?). Außerdem der L. Ron Hubbard, der in den 1960er Jahren als Erfinder tätig war und ein Gerät entwickelte, das den Schmerz von Tomaten messen sollte, wenn man diese aufschneidet. Nun, wer hätte bei der grundseriösen Biographie dieses Mannes also auch nur vermuten sollen, dass sein Roman Battlefield Earth, zur Grundlage der größten, filmischen Katastrophe wurde, die jemals die Lichtspielhäuser unseres Planeten verwüstet hat?

John Travolta jedenfalls nicht.

Der fand den spektakulär großen Haufen stinkender Schädelscheiße, den der alte Hubbi da 1980 abgeseilt hatte, einfach zum niederknien. Travolta nahm den Haufen, ging damit zu den großen Studios und betrieb Überzeugungsarbeit. Zunächst mal vollkommen Umsonst. Keiner wollte den klebrigen Scientologen-Kopf-Kot filmisch entsorgen. Da dachte sich Travolta: „Verdammt, wenn ich schon selber seit 20 Jahren bei diesem paranoiden Haufen bin, dann kann ich auch mal so richtig Kirchensteuer zahlen.“ Bums dich, schon hat der John fünf Millionen Dollar Privatknete hingelegt, Hubbard ernannte ihn zum Operating Thetan, Stufe 95 schlagmichtot, das fand Warner Bros. irgendwie beruhigend und legte nochmal 50 Mio. Budget drauf. Fertig! Die Dreharbeiten zu Battlefield Earth – Kampf um die Erde konnten endlich beginnen.

Und keiner bedauert das mehr, als… so gut wie alle.

Bei aller tsunamiartigen, negativen Kritik, die über Battlefield Earth hereingebrochen ist – der größte Vorwurf den man diesem Film machen muss, ist doch sicherlich, das er überhaupt gedreht wurde; und damit sind wir auch schon bei der offiziellen Begründung, wie es Battlefield Earth in unsere TELE 5-Hall of Shame geschafft hat: Der Film Battlefield Earth ist so schlecht, er müsste eigentlich Battlefield Worse heißen.

Dazu passt ein Bier. Ja, der Film ist so Scheiße, da denkst du nicht an Limetten, Kokoscreme und Tequila. Nee, der hat einfach keinen eigenen Cocktail verdient.

Der Cocktail

Bier

Bier. Ein großer deutscher Schlager im Glas. Einsteigertipp: Ein (im Fachhandel erhältlicher) Flaschenöffner erleichtert Ihnen grundsätzlich die Aufnahme des Getränks aus der Flasche in den eigenen Körper. Profitipp: Für besonders schnelle Einfuhr empfehlen sich auch sogenannte Partyfässer, die – beidhändig angesetzt – sogar in einem Zug geleert werden können, wenn sie in den Fassboden mit einem Dosenöffner (Fachhandel) ein daumennagelgroßes Loch stoßen. Saugen Sie dann mit voller Kraft an dieser Öffnung, während Ihre Familie oder Freunde ein weiteres Loch oben in das Fass schlagen. Diese Methode empfehlen wir nur bestens ausgebildeten Nutzern, die zuvor im einhändigen Trinken aus Flaschen oder anderen Glasbehältnissen absolute Sicherheit im Umgang mit diesem Getränk erworben haben.

Trinkspruch:

Prost!

Trinkspiel:

Jedes Lachen wird begossen!

Rezept

Zutaten

Mal ’nen GANZ ausgefallenen Cocktail pro…BIERen? Hopfen + Malz + Hefe + Wasser = Bier!

Zubereitung

Gönnen Sie sich für den perfekten Cocktailabend gleich mehrere hundert Gebinde dieses Gebräus und laden Sie möglichst viele Trinkfreunde ein. Es ist in gut tragbaren Transportkisten im Getränkefachhandel erhältlich. Drapieren Sie die Flaschen kistenweise gut greifbar in Sofa- oder Sesselnähe vor Ihrem TV-Empfangsgerät ???

Dekoration

Besonders handwerklich versierten Nutzern bietet sich dabei die Möglichkeit, mit den Kisten auch gleich sehr vorteilhafte Regalsysteme (360-Grad-Genuß!) im ganzen Haus zu installieren. Das motiviert ggfs. den Lebenspartner zum gemeinsamen kreativen Renovieren der eigenen Höhle (nur ein Tipp und Argument am Rande, wenn die Familie nicht sofort begeistert mitmachen mag).