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Disco Godfather

STAFFEL 9  | EPISODE 125 |  27.08.2021  |  22:00

Von unserem unerreichten SchleFaZ-Filmflüsterer Ernst Kramer und Drehbuchautor Oliver Kalkofe.

Schiebt die Lautstärkeregler auf Maximum, lasst die Discokugel drehen, erhebt Euch von Euren Sofas und tanzt Euch die Seele aus den Leibern – zu the one and only Disco Godfather!

Die Handlung (Danke, Wikipedia): Disco Godfather (Deutscher Titel auch: Helden der Nacht) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1979. Der mit Elementen des Horrorfilms versehene Film ist dem Genre des Blaxploitation zuzuordnen. Der ehemalige Polizist Tucker Williams leitet einen Nachtclub und muss mit ansehen, wie sein Neffe an einer Überdosis der Modedroge Angeldust stirbt. Also versucht er all seine Kräfte zu bündeln, um sich an den regionalen Dealern zu rächen. 

Zum Titel: Während das Wort „Godfather“ hier wörtlich genommen wird (Moore spielt den Onkel eines Angeldust-Süchtigen) und so gut wie keine Anspielungen an die Der Pate-Filmreihe deutlich werden, wird beim Ansehen des Filmes jedoch klar, dass hier mit Elementen eines ganz anderen Erfolgsfilms der 1970er hausieren gegangen wird: Der Exorzist! Eigentlich hätte der Film also nicht Disco Godfather, sondern „Disco Exorzist“ oder „Exorzisten-Disco“ genannt werden müssen – eventuell wären dann sogar etwas mehr Leute ins Kino gekommen …

Hauptdarsteller Rudy Ray Moore ist vor allem bekannt für seine hypervulgäre Stand-up-Comedy und die damit einhergehende Kreation seines Bühnencharakters Dolomite, eines Zuhälters. Moore verkörperte Dolomite in drei Filmen (allerdings nicht in diesem hier).

In der weiblichen Hauptrolle sehen wir übrigens als Noel Carol Speed. Eine Hauptrolle hatte sie schon gespielt, und zwar im ansehnlichen Blaxploitation-Heuler The Mack (Straßen zur Hölle) von und mit Richard Pryor. Unser SchleFaZ muss ihr aber irgendwie die Laune am Schauspielern verhagelt haben: Erst 2006 spielte sie wieder, und da nur eine Gastrolle in einem nie veröffentlichten Direct-to-Video-Film.

Einspielergebnis? Keine Zahlen bekannt! Im Gegensatz zu den ersten beiden Dolemite-Filmen gilt Disco Godfather als Totalflop. Ein Hauptgrund (neben der Qualität des Films) war, dass Mitte 1979 die Discowelle in den USA bereits stark am Abflauen war. Stärkstes Symptom war Mitte Juli 1979 die berühmte Disco Demoliton Night in Chicago, wo man ins Baseballstadium seine Discoplatten zur öffentlichen Verbrennung abgeben konnte.

Disco Godfather – der perfekte Film zum 125. SchleFaZ-Jubiläum! Schmeißt Euch voll hinein, schmeißt Euch voll hinein, schmeißt Euch voll hinein!

 

Disco Godfather (Disco Godfather) USA 1979. Conedy/Horror/Blaxploitation. Regie: J. Robert Wagoner. Drehbuch: J. Robert Wagoner, Cliff Roquemore. Darsteller: Rudy Ray Moore, Carol Speed, Jimmy Lynch, Jerry Jone, Lady Reed, Hawthorne James, Frank Finn, Julius Carry, Keith David u. v. a.

Der Cocktail

One-Twenty-Five-Staying-Alive-Godfather-Tucker-Godmotherfucker

Eine rhytmisch-ruppige Prozent-Polonäse durch sämtliche Gedärme, die deine Leber zum Tanzen bringt und dir gleichsam zärtlich in die Kehle keult wie eine mit der Bazooka rektal eingeführte Disco-Kugel! Kurz gesagt: eine bombastisch brägen-bumsende Blaxploitation-Ballerbrühe, die dir die Zotteln aus dem Pansen peitscht, bis du nicht mehr Saturday Night Fever sagen kannst. Lecker, zielführend und gesund, der perfekte SchleFaZ-Cocktail! Der uns den vitaminreichen Proteinspender Alkohol schmackhaft und optisch ansprechend aufbereitet, harmlose Freude verspricht, aber dennoch weiß, was seine eigentliche Aufgabe ist, nämlich die bewusstseinsbetäubende Beruhigung und lustvolle Lobotomie des heimischen Hirnstammes. Genau wie es der Arzt es empfiehlt.

Der SchleFaZ-Cocktail-Creator Thilo Bloona hat diesmal sogar für zwei Glasvarianten kreiert und sogar mit Disco-Effekt IM Drink 😀

Trinkspruch:

Saturday Night & noch gar nicht breit? Godfathers, Godmothers… jetzt wird’s aber Zeit!

Trinkspiel:

Bei jedem Tritt in unsere Augen, dürfen wir das Glas aussaugen! Für eine permasteile Power-Party in puncto Disco-Dancing, Kung-Fu-Fighting und Drogen-Shaming erheben wir den ONE-TWENTY-FIVE-STAYING-ALIVE-GODFATHER-TUCKER-GODMOTHERFUCKER immer dann, wenn eine besonders geile Klamotte, Frisur oder Schnauzbart-Kreation geboten wird. Proooost & SchleFaaaZ!

Rezept

Geschmack

aromatisch-süß

Zutaten

Martini-Version

Dröhnfaktor: Bebende Erde!

  • 3 cl Danziger Goldwasser
  • 4 cl Martini dry
  • 1 cl Waldmeistersirup
  • 8 cl Prosecco

 

Longdrink-Version

Dröhnfaktor: Fickende Hölle!

  • 4,5 cl Danziger Goldwasser
  • 6 cl Martini dry
  • 2 cl Waldmeistersirup
  • 12 cl Prosecco
Zubereitung

Martini-Version

Cocktailglas vorkühlen (mit Eis befüllen), Flasche mit Goldwasser aufschütteln. Shaker mit Eiswürfeln und den Zutaten (außer Prosecco) befüllen. Kräftig shaken, in das vorgekühlte Cocktailglas abseihen und mit Prosecco aufgießen.

Longdrink-Version

Flasche mit Goldwasser aufschütteln, Shaker mit Eiswürfeln und den Zutaten (außer Prosecco) befüllen, kräftig shaken, ins Longdrinkglas auf Eiswürfel abseihen und mit Prosecco aufgießen.

Dekoration

Mini-Discokugel

Rezeptkärtchen