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Musik, Musik – da wackelt die Penne

STAFFEL 4  |  15.07.2016

Nieder mit der Schwerkraft, es lebe der Leichtsinn! Mit Musik, Musik … begeben wir uns in das saubere, ordentliche und dennoch ganz schön frech-verrückte 1970 der Bundesrepublik Deutschland. Als Jugendliche noch fröhlich in der Gemeinschaft musizierten, deutsche Schlager sangen und Schüler den Lehrern noch nicht mit ‘ner Glock in den Rücken schossen, sondern ihre Systemkritik mit heiteren Sprüchen & pfiffigen Streichen präsentierten. So jedenfalls stellen sich die 1970erjahre jrmandem dar, der sich als geborener Loser dieses wohl bescheuertste Jahrzehnt EVER mit TriTop, Sunkist und Capri Sonne schön gesoffen hat.

Gut, nüchtern betrachtet könnte man auch sagen: Musik Musik, da wackelt die Penne ist die schamlos beschissen nachgeäffte Paukerfilm-Nachgeburt von Franz Antel, der uns in seinen 94 Jahren Lebenszeit vor allem furzfaule Filmfäkalien vor die Füße gerotzt hat wie z.B. 00Sex am Wörthersee, Die liebestollen Apothekerstöchter oder Frau Wirtin bläst auch gern Trompete.

Gut, im TriTop-Rausch könnte man dann entgegnen, dass ja jeder mal das eine oder andere Formtief haben kann, dass indes bei Musik Musik, da wackelt die Penne einfach sämtliche Zutaten stimmen, dass für Lässigkeit und gute Laune bestens gesorgt ist angesichts der angesagtesten Jungschauspieler und Schlagerstars dieser Epoche, von Hansi Kraus und Ilja Richter über Chris Roberts und Graham Bonney bis hin zu Howard Carpendale, und für die Seriosität und Qualität haben wir verlässlich-grandiose Schauspiel-Giganten an Bord wie Gunther Philipp, Siegfried Schürenberg, den unvergessenen Sir John fast aller Edgar Wallace-Filme, oder auch Rudolf Schündler, bekannt aus internationalen Genre-Perlen wie Suspiria oder Der Exorzist!

Gut, nüchtern betrachtet könnte man sich den Exorzisten am Ende dieses Streifens wahrscheinlich herbeiwünschen. Allein schon angesichts der Handlung: ein paar schwachsinnig herumhampelnder Schlager-Schimpansen und Lümmel-Laiendarsteller, angeführt von der späteren DISCO-Moderations-Ikone Ilja Richter, wollen in ihren Ferien ein Musical aufführen und werden durch eine irrwitzige Verkettung widriger Umstände dazu gezwungen, als Unterstützung für ihren Kumpel Hansi Kraus noch einmal den Sommer über im Internat die Schulbank zu drücken – obwohl sie eigentlich schon längst da raus sind und studieren, arbeiten oder hauptberuflich rumgammeln!

Was haben wir hier? Quasi das Fack ju Göhte der Siebziger? Oder nur eine Art Feuerzangenbowle für Schulabgänger, ein Jahr nach dem Abi? Als ob man eine Zeitmaschine erfände, um dann damit nur zwei Stunden zurückzureisen, weil man vergessen hat, nach dem Kacken das Fenster aufzumachen.

So oder so: trinken hilft immer. Zum schulischen Trinkspiel reicht SchleFaZ als Abi-Durschnitts-Absacker die so genannte Mündliche Prüfung – auch bekannt als Power-Pauker-Pennen-Wackler! Ein staatlich geprüfter Leber-Leistungskurs der Note 1 mit Sternchen, schmeckt wie die Kleine Pause, macht im Kopf aber Große Ferien!

Der Cocktail

Mündliche Prüfung (Power-Pauker-Pennen-Wackler)

Damit der Pauer-Pauker-Pennen-Wackler den Wackel-Dackel richtig rasant in dir weckt, empfehlen wir zum Genuss starkrhytmisches Shaken zu schlimmer Schlagermusik! Wenn’s im Glas und später auch im Kopf nach grüner Wiese ausschaut, habt ihr alles richtig gemacht und die mündliche Prüfung mit Bravour bestanden.

Trinkspruch:

Schmeckt wie die kleine Pause, macht im Kopf aber große Ferien!

Trinkspiel:

Immer wenn einer der lustigen jungen Leute eiskalt einen komödiantischen Knallerspruch bzw. One-Liner serviert oder einen hammermäßigen Pennäler-Joke aus den Koteletten bürstet!

Rezept

Geschmack

sauer

Zutaten
  • 4 cl Marillenschnaps (Aprikose, 40% Vol.)
  • 3 cl Triple Sec (Orange, 40% Vol.)
  • 2 cl Blue Curaçao (21% Vol.)
  • 10 cl Orangensaft
  • 1-6 Eiswürfeln
  • bunte Strohhalme

Zubereitung

Die Aufgabe des Tages: Man nehme ein Longdrinkglas oder einen Trinkbecher aus dem Automaten in der Pausenhalle und befülle das Gefäß mit 1-6 Eiswürfeln aus dem standardmäßig gut gefüllten Schulranzen. Alternativ kann auch ein Erlenmeyerkolben aus dem Chemieraum entwendet werden. Hinein gehören dann umgehend Marillenschnaps, Triple Sec und Blue Curaçao. Das Blaue ist übrigens das Zeug, das nach erfolgreichem Auswurf auf jedem Orient-Teppich für höchste Preise beim Verkauf sorgt, aber das nur am Rande für spätere Spekulanten, Streber und Schlaumeier unter den SchleFaZ-Schülern der Oberklasse. Damit wir in der großen Pause später alkopop-fahnenmäßig alle nicht so auffallen, mischen wir jetzt heimlich ordentlich Orangensaft unter den Absch(l)uss-Beschleuniger und irritieren das Lehrpersonal mit absurd bunten Strohhalmen zur Tarnung.

Dekoration

Damit der Drink den Wackel-Dackel richtig rasant in Dir weckt, empfehlen sich für ein fantastisches Schulfeten-Feeling besonders bunte Strohhalme, coole Knicklichter und alles was von der letzten großen Sause (oder Pause) noch so übrig ist. Wenn’s im Glas und auch im Kopf – wie immer freitags, sechste Stunde – nach grüner Wiese ausschaut, habt Ihr alles richtiggemacht! Eins, setzen!