JETZT
06:20
JETZT
03:38
JETZT
03:47
JETZT
03:49
JETZT
05:33
JETZT
00:49

Orcs – Sie kommen, um uns alle zu töten

STAFFEL 1  |  27.09.2013

Orcs. Menschenfleisch.

Ja, und da haben wir sie auch schon genannt, diese interessante Monsterspezies und ihre absolute Leibspeise. Ein schönes großes Stück Menschenfleisch darf auf keinem zünftigen Ork-Barbecue fehlen. Ja, die C-Film-Delikatesse Orcs beschäftigt sich mit der stets gewaltbereiten, höchst ungepflegten, und auffällig bildungsarmen Unterschicht von Mittelerde.

Klingt erst Mal schwer nach RTL-Nachmittagsprogramm und ist übrigens auch genauso frei erfunden. Allerdings nicht von hirn-, herz- und schamlosen TV-Redakteurs-Schmierfinken, sondern von J.R. R. Tolkien, dem klugen Sprachprofessor aus Oxford und genialen Ur-Vater des Fantasy-Genres. Und warum haben sich die Macher von Orcs – Sie kommen um uns alle zu töten, ausgerechnet diese Kreaturen, aus dem an Kreaturen nicht gerade armen, Mittelerde-Kosmos herausgepickt? Weil jetzt z.B. Hobbits – Sie kommen um uns alle zu töten, nicht wirklich fetzig geklungen hätte. Zwerge – Sie kommen um uns alle zu töten ist auch eher so lala. Und Elben? Nee. Ah, Menschen – Sie kommen um uns alle zu töten? Auch blöd. Bleibt dabei, das funzt eigentlich nur mit Orks, denn die Orks bilden ja in der Fantasy-Mythologie unter den angsteinflößenden Todeshorden, schon so etwas wie die absolute Elite.

So ein Ork gehört eindeutig zur Königsklasse der Kriegerrassen. Ein kompromissloser Killer. Ein bestialischer Blutsäufer. Ein sadistisches Scheusal. Eine topp-trainierte Tötungsmaschine. Der Maserati unter den Meuchelmördern, die Stradivari unter den Soziopathen. Nun, wenn man sich dann als Filmemacher entscheidet, einen Monstertyp in den Mittelpunkt zu stellen, der Milliarden von Fans hat, mit dem derart hohe Erwartungen verbunden sind, dann muss die Story natürlich hochwertig sein, da kann man sich keinen billigen Pipi-Drehbuchautoren leisten. Irgendsoein dahergelaufener Schwach-Gonzo mit Dramaturgie-Durchfall und ohne Fingerspitzengefühl, kann da alles ruinieren. Bei so einem empfindlichen Stoff darf man Prahlhans niemals zum Küchenchef machen. Das Drehbuch entscheidet hier nämlich über alles.

Aber, ach …

Kleine Inhaltsangabe: In einem Nationalpark in Wyoming häufen sich mutwillige Zerstörungen und tote Touristen. Zuerst glauben alle, dass das Bären waren. Oder Bigfoot. Dann kommt aber raus – es waren doch Orks. Sie wurden durch Ausgrabungen erweckt und wollen jetzt alles töten und die Menschheit vernichten. Das klappt auch erst ganz gut, bis Park-Ranger Cal und seine Freunde eingreifen, um die gemeinen Orks zu bekämpfen und die Menschheit zu retten. Und sonst? Nee, nix. Das war’s. Bären oder Bigfoot. Orks im Nationalpark. Menschheit vernichten. Die totale Hirnwichse!

Mit welcher Begründung landet dieser Dreck bitte bei SchleFaZ? Tja, genau mit der. Nicht vergessen: Die Mission von SchleFaz ist es in erster Linie mal, Scheißfilme zu zeigen. Haha.

Sorry.

Der Cocktail

Bloody Mordor

Bloody Mordor: Zum Glück sind Sie mit einem Strohhalm bewaffnet und haben ein hilfloses Auge in ihrer Hand! „Auge um Auge…!“ Ja, das „Auge“ ist ein wichtiges Stilelement in dieser Orc-Bowle. Nur Ex-Waldorfschüler dürfen stattdessen normale eckige Eiswürfel nehmen. Entweder nimmt man eine runde Eiskugelform aus Silikon (handelsüblich) und friert in dieser Zitronenlimonade (ohne Kohlensäure!) ein. Wenn eine Heidelbeere oder dunkle Weintraube in die Form gelegt wird, dann bekommt man ein gefrorenes Zitronenauge. Alternativ kann auch fertiges Zitroneneis mit einer versenkten Heidelbeerenpupille verwendet werden. Schmeckt beides gut und sieht aus wie Auge. Nur Ex-Waldorfschüler dürfen stattdessen normale eckige Eiswürfel nehmen. Legen Sie vorsichtig das Auge in ihren Drink und versenken Sie ihren Trockeneiskäfig neben dem Auge. Es schwimmt obenauf. Genießen Sie den Nebelschleier in ihrem Glas, und warten Sie ab bis dieser verzogen ist. Denn solange es qualmt, wird ihr Getränk gekühlt. Spätestens wenn der Hexenkessel-Hokuspokus vorbei ist und Sie klar ins Auge blicken können, werden Sie von der gähnenden Langeweile der zum Cocktail so mittelbar zu empfehlenden Filmsensation „Orcs“ überwältigt sein…

Trinkspiel:

Immer, wenn das Wort „Orcs“ fällt!

Rezept

Zutaten
  • 4 cl Wodka
  • 1 cl Kirschlikör
  • 10 cl Kirschsaft
  • 1/2 Zitrone
  • 2 EL Schattenmorellen (oder andere rote Früchte)
  • Etwas Zitronenlimonade, Heidelbeere oder dunkle Weintraube
Zubereitung

Diese blutigrote Orc-Bowle servieren wir in einem 30cl Glas. Schütten Sie den Wodka, Kirschlikör und Kirschsaft in einen elektrischen Mixer. Geben Sie 2 gehäufte EL Schattenmorellen oder andere rote Früchte sowie ½ geschälte Zitrone dazu. Max. 5 Sekunden verrühren und ins Glas gießen, „Auge“ (siehe oben) hineingleiten lassen dekorieren.

Dekoration

Trockeneis…aber: Vorsicht: NUR lebensmittelechtes Trockeneis verwenden. Trockeneis NIEMALS berühren oder verschlucken! Lebensgefahr! Die gefahrlose Alternative für Überlebensfreudige: Eiswürfel, gibt es an fast jeder gut sortierten Tankstelle für ein paar Euronen.